Früher trieb uns der Chef oder die Chefin zu Höchstleistungen. Nun machen wir es selbst?

Ist es noch Leidenschaft zum Beruf? Oder schon Selbstausbeutung?

In meiner Arbeit begegne ich immer wieder Architekt:innen und Planer:innen, die völlig erschöpft und entsprechend ratlos sind. Sie lieben ihren Beruf und identifizieren sich stark über ihre Arbeit. Dabei sind sie so sehr auf ihre Projekte fokussiert, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren.

Aus einem wunderbaren Beruf mit viel Raum für Selbstverwirklichung wird schleichend ein Problem. Wie schade!

Woran liegt das? Neben der individuellen Lebensgeschichte liegt es oftmals auch an unserem Verständnis, was Arbeit bedeutet.

Meine Eltern jedenfalls haben mir vorgelebt, dass Arbeit anstrengend ist! Erst mit der Erschöpfung am Ende des Tages stellte sich so etwas wie Genugtuung und ein wenig Stolz ein. Zuvor wurde gearbeitet, bis nichts mehr ging. Viele von uns hatten – oder kennen – diese Art von Role-Model. Tradierte Verhaltensweisen können ziemlich klebrig sein. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Und es ist leichter gesagt als getan, sich davon zu distanzieren und es anders – also besser – zu machen. Vor allem, wenn das ganze Umfeld so tickt!

Ein Glück hat sich inzwischen einiges geändert. Oder etwa nicht?

Die Konzepte rund um eine neue Arbeitskultur versprechen mehr Selbstbestimmung, mehr Sinnhaftigkeit, Arbeiten auf Augenhöhe und ein Umfeld, das auf Werten wie Toleranz und Gemeinsinn baut.

Einige Planungsbüros setzen diese Prinzipien bereits erfolgreich um. Sie ändern die Strukturen, ihren Führungsanspruch, die Verantwortungsebenen und ihre Arbeitszeit-Modelle.

Dadurch entstehen neue Freiheiten, aber auch neue Herausforderungen.

Flexibilität und Selbstbestimmung müssen manchmal erst [wieder] gelernt werden. Selbstmanagement ist gefragt!

Um die Grenzen zwischen Herzblut und völlige Erschöpfung auszuloten, braucht es eine gute Selbsteinschätzung und eben auch die Disziplin, aufzuhören, wenn es genug ist. Oft genug werden Alarmzeichen – je nach Typ auf körperlicher, geistiger oder emotionalen Ebene – überhört oder schlicht ignoriert.

Geht es Ihnen auch so?

Fragen Sie sich auch … Wie kann ich mental gesund bleiben und weiterhin kraftvoll arbeiten?

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